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Mono & ASP.net & EC2 & eigenes Hosting im Vergleich

August22

Da wir mit telfish.com derzeit an die Auslastungsgrenze unserer aktuellen Lösung stoßen, schauen wir uns nach verschiedenen, gut skalierenden Lösungen um:

Aktuell im Vergleich. C#-Code unter ASP.Net und WindowsServer 2003 und VMWare und Hardware vs. C#-Code unter Mono und Linux und XEN.

Im Vergleich dabei: Der Einsatz eines Gentoo/CentOS Images in der Elastic Computing Cloud von Amazon mit Mono.

Vorweg – Geschwindigkeit: Mit unserer Anwendung ist Mono etwa zwei- bis dreimal langsamer als der Einsatz direkt unter .NET und Windows. Das war in etwa auch das Ergebnis eines Tests vor zwölf Monaten. Das Mono-Project scheint mehr an der Adaption von .NET 2.0 als an der Optimierung der Laufzeitumgebung gearbeitet zu haben.

Interessanterweise mussten wir aber nur sehr wenig Code anfassen, um unter Mono 1.2.5 lauffähig zu sein. Die ganze, mittlerweile sehr komplexe Anwendung mit über 100.000 Zeilen Code, lief quasi “aus der Box”. Dickes Lob an die Mono-Mannschaft schon mal dafür!

Der Einsatz in der Amazon EC2 stellte sich aber als weniger wirtschaftlich heraus als ursprünglich gedacht. Unsere Anwendung, der Handytarif-Rechner telfish.com, ist extrem rechenintensiv. Die von Amazon angegebenen Specs, etwa 1,7 GHz CPU, sind etwas optimistisch. Mir scheint, das ist in etwa ein älterer Single-Core CPU-Wert. Dann scheint es aber in etwa zu stimmen. Einige JatMark Werte dazu:

  1. JatMark w/ Sun JRE under Windows on Core 2 Duo 2.0 GHz (running only one core): 258 sec
  2. JatMark w/ Sun JRE under Linux in VMWare on Core 2 Duo 2.0 GHz (running only one core): 269 sec
  3. JatMark w/ Sun JRE under Windows in VMWare on Dual-Core Opteron 1212 2 GHz(running only one core): 334 sec
  4. JatMark w/ Sun JRE under Windows on Pentium M 1.7GHz: 385 sec
  5. JatMark w/ Sun JRE under Linux Cent OS5 in Amazon EC2 VM: 557 sec

Das ist nicht berauschend und macht letztlich den Business Case für unsere Anwendung kaputt. Schön ist das Konzept der Amazon EC2 aber schon: Keine Vertragslaufzeit und Computing Power auf Abruf. Für weniger rechenintensive Anwendungen sicher einen Versuch wert.

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